Da wir sonst meistens mehr über die Stadtteile erzählen die
wir nur besuchen und uns angucken, dachte ich mir letztens mal ich könnte doch
ein paar Fotos von Belgrano machen und etwas über mein Leben dort erzählen. Und
da die Schule auch da ist, stelle ich die auch noch kurz vor.
Obwohl ich dort lebe, weiß ich auch nicht so viel über
Belgrano und musste Wikipedia fragen. Angeblich hat der Stadtteil 140.000
Einwohner und liegt im Norden von Buenos Aires. Es ist eher ein Viertel für
wohlhabendere Argentinier und für BA Verhältnisse fühle ich mich auch ziemlich
sicher. Es gibt keine berühmten Sehenswürdigkeiten und generell findet man
nichts Touristisches dort. Im Zentrum befindet sich die Avenida Cabildo, wo man
shoppen gehen kann oder was man halt so auf großen Straßen in großen
Städten macht. Ich würde nicht sagen, dass es besonders viele Parks gibt, aber
dafür gibt es viele Bäume, die jetzt im Frühling den Straßen ein schönes Flair
geben. Wie eigentlich ganz Buenos Aires, ist auch Belgrano in Blöcke
eingeteilt. Fun Fact: „Block“ nennt man hier „Manzana“, was auch gleichzeitig „Apfel“
heißt.
Ich hoffe, was ich geschrieben habe ist nicht total falsch,
das wäre sonst etwas peinlich. Von den Teilen, die ich schon von BA gesehen
habe muss ich aber sagen, dass es einer meiner liebsten ist.
| Unser Lieblingspark, 1 Block von der Schule |
| Typische Straße in Belgrano |
Julia und ich gehen hier auf die Pestalozzi Schule, eine
deutsche Schule, die uns diesen Austausch überhaupt erst ermöglicht hat. Sie
umfasst einen Kindergarten, eine Grundschule (1.-6. Klasse), und eine
Sekundarschule (7.-12. Klasse). In den Sommerferien zwischen der 10. Und 11.
Klasse, müssen alle Schüler einen Austausch nach Deutschland machen (manche
gehen auch nach Neu Seeland, aber die sind jetzt mal kurz unwichtig) und dann
einen deutschen Schüler bei ihnen aufnehmen. Wenn ihr also für eine günstigere
Alternative für einen Austausch sucht, ist diese Möglichkeit perfekt. Ihr müsst
nur für Flug, Versicherung und Taschengeld bezahlen und natürlich jemanden bei
euch selber aufnehmen. Schreibt einfach die Schule an, es gibt immer noch
Schüler, die Austauschschüler suchen. Genug Werbung.
Einen richtigen Abschluss, wie wir ihn bei uns in
Deutschland kennen, müssen die argentinischen Schüler nicht machen, da sie auch
ohne studieren dürfen. Trotzdem bietet die Pestalozzi Schule an freiwillig das
Internationale Baccalaureat zu machen, damit sie zum Beispiel auch in anderen
Ländern studieren können. Wir Deutschen jedoch müssen während unserer Zeit
eigentlich gar nichts machen, ausser uns Morgens und Nachmittags in eine Liste
einzutragen.
| www.pestalozzi.edu.ar |
Alex
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