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Mittwoch, 24. September 2014

Uruguay



Dieses Wochenende war ich für eine Nacht mit meiner Gastfamilie in Colonia del Sacramento, eine kleine Stadt in Uruguay am Río de la Plata. Viele Argentinier reden von Uruguay als „eine Provinz Argentiniens“ weil es so nah liegt und relativ klein ist. Trotzdem habe ich mich voll gefreut ein weiteres Land in Südamerika kennenzulernen.
Am Samstag morgen sind wir also alle zu so einer Art Hafen für Fähren (?) gefahren. Dort mussten wir durch die Grenze, und nachdem ich meine ganzen Stempel bekommen habe, konnten wir auch auf die Fähre gehen. Die Fahrt hat insgesamt nur 1 Stunde gedauert und bei unserer Ankunft mussten wir nur ein paar Security Checks durchgehen und wir konnten schon ins Hotel gehen! Als wir endlich alles mit den Taschen, etc. geregelt hatten sind wir ein bisschen in die Stadt gegangen und haben uns umgeschaut. Man hat direkt gemerkt, dass man nicht mehr in einer Großstadt ist und alles schien langsam und ruhig. Als wären die Stadt und die Leute dort in Trance. Es war auch schön wieder sorglos sein Handy aus Tasche zu nehmen oder mit Kamera in der Hand herumzulaufen, Dinge, die man in Buenos Aires aus Sicherheitsgründen besser vermeiden sollte. Das Wetter war, wie man an den Bildern sehen kann richtig schön und die Leute in Uruguay trinken noch mehr Mate als in Buenos Aires! Mich hat nur ein bisschen gestört, dass alles viel teurer schien als in Argentinien.
Irgendwie schweife ich grade so ein bisschen ab. Also wieder zu dem Tagesablauf: Nach dem Ausflug in die Stadt haben wir im Hotel zu Abend gegessen und sind schlafen gegangen. Am nächsten Morgen sind wir an der Küste spazieren gegangen. Das Wetter war nicht so gut wie an dem vorherigen Tag aber es sah trotzdem schön aus. Wasser sieht irgendwie immer schön aus. Nach einem kleinen Mittagssnack sind wir nochmal ein bisschen durch Colonia gebummelt. Um sechs Uhr abends mussten wir uns dann wieder zu der Fähre aufmachen. Dummerweise lief das alles nicht so gut wie auf der Hinfahrt und wir mussten sehr lange warten. Und natürlich hatte mein Handy keinen Akku mehr weil die in Uruguay ja andere Steckdosen haben. Natürlich.
Insgesamt hat mir der Ausflug nach Colonia wirklich gefallen und es war schön eine weitere Seite von Lateinamerika zu sehen, aber mein Herz gehört immer noch Argentinien!

¡Adiós amigos!

 Alex






Sonntag, 14. September 2014

Geburtstagsfeuer

Hallo hallo,
lange kam kein neuer Post und gewisse Personen beschwerten sich schon nichts von mir (Julia) zu lesen.
Ich war in den letzten Tagen zu nachdenklich und es ist kaum etwas passiert.
Über dieses Wochenende war ich in einem Wochenendhaus etwas abseits der Stadt und konnte dort bessere Luft genießen. An dieser Stelle: Danke an meine tollen Gastgeber!!
Jetzt sitze ich vor dem Kamin. Noch 46 Minuten bis zu meinem Geburtstag.
Und ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber mir gefällt es ruhig in ein neues Lebensjahr zu starten.
Meine Gastschwester hat ein paar ihrer Freundinnen eingeladen. Sie werden hier übernachten. Sie lachen und pusten Luftballons auf...
Aber ich sitze vor dem Feuer und denke nach, denn für mich ist ein Geburtstag ein Tag an dem ich über mein letztes Lebensjahr nachdenke.
All die guten Erinnerungen, die ich wie bei den Wilden Hühnern in Marmeladengläsern aufbewahren will und all die schlechten, die vorbei sind, zum Glück, doch die dazugehören, denn ohne Leid gibt es keine Freude.
Ich schaue ins Feuer und sehe wie sie vor mir verbrennen, nicht weil ich sie vergesse, sondern weil ich damit abgeschlossen habe, weil sie eben vorbei sind.
Und ich denke, es gibt ein neues Jahr, ein leeres unbeschriebenes Blatt, das 17. Jahr.
Alles Gute, Julia zum 16.
Wow, bist du groß geworden.
Danke Mama. Ich vermiss dich heute unglaublich, weil du immer genau das sagst, was ich an diesem Tag hören will. Und weil zu Hause mein Geburtstag immer perfekt ist, auch ohne Partys und Luftballons, einfach weil ihr da seid.
Ich weiß: Dieser Text ist ziemlich persönlich. Aber ich finde auch Gedanken während des Austauschs kann ich hier teilen.
Liebe Grüße aus Argentinien. Wie gerne würde ich euch heute drücken.

Dienstag, 2. September 2014

Mein Wochenende



Kommt zwar ein bisschen spät aber besser als gar nicht.

Freitag:
Ich war mit meiner Autauschpartnerin auf einem Asado von ihrem Freund. Das ist im Prinzip ein großes Grillfest wo sehr viel Fleisch gegessen wird und das sehr typisch Argentinisch ist. Da ich Vegetarier bin konnte ich das Fleisch nicht essen, aber ich konnte es mir ansehen und das war eigentlich auch schon genug. Es schien allen geschmeckt zu haben und insgesamt war es ein lustiger Abend, auch wenn ich fast gar nichts von dem verstanden habe, was die Argentinier sich untereinander erzählt haben.

Ich glaube man versteht was ich mit sehr viel Fleisch meine.



Samstag:
Am Samstag Nachmittag bin ich mit meiner Gastfamilie nach San Telmo gefahren und habe mir den Plaza de Mayo, das alte Rathaus „Cabildo“ und das Casa Rosada angesehen. Es ist sehr schön da und die Gebäude in der Gegend auch, es ist aber auch merkwürdig die Altstadt hier mit der Altstadt in Europa zu vergleichen wo natürlich alles sehr viel älter ist. Abschließend waren wir noch in einem berühmten Restaurant/Cafe namens „Cafe Tortoni“, wo es die BESTE heiße Schokolade gibt, die ich schon seit langem probiert habe.
Abends kamen dann zum Geburtstag der Schwester meiner Austauschpartnerin ein paar Freundinnen zu Besuch. Es gab leckere argentinische (und vegetarische; yay!) Teigtaschen, die in hier „Empanadas“ genannt werden und ziemlich bekannt sind. Dieser Abend lief ähnlich wie der vorherige Abend ab, weil ich wieder fast gar nichts verstanden habe. Aber auch das war in Ordnung und ich hatte Spaß, bis ich kurz in mein Zimmer gegangen bin und eine Kakerlake unter mein Bett krabeln sah. Das klingt jetzt vielleicht etwas pingelig und lächerlich, aber die war um einiges größer als ich gewohnt war. Zuerst hab ich sie einfach ignoriert und bin schnell wieder ins Wohnzimer gegangen. Als ich schlafen gehen wollte konnte ich sie jedoch zum Glück ganz leicht einfangen und mein Gastvater hat sie entfernt. 


Größte Straße in Buenos Aires
Casa Rosada
Obelisco auf der Avenida 9 de Julio
Altes Rathaus "Cabildo"

Erzbistum Buenos Aires


Sonntag:
 Den Sonntag hab ich erstmal ruhig angefangen und ein bisschen geskypet. Später bin ich dann mit Julia, unseren Austauschpartnern und meiner Gastmutter shoppen gegangen. Wir haben zwar nichts gekauft aber wir haben richtig leckere Cupcakes gegessen. Made my day *-*.
Das war so ziemlich mein Wochende. Ich hatte viel Spaß und hoffe noch weitere coole Dinge zu erleben.


¡Adiós amigos!

Alex