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Samstag, 23. August 2014

Erste Eindrücke


Hola nochmal aus Argentinien. Ich wollte hier nochmal ein kleines Update darüber schreiben, wie ich Buenos Aires bis jetzt so finde und was meine Eindrücke sind. Eigentlich hatte ich geplant so einen kleinen Vergleich zu schreiben über die Dinge die mich jetzt schon wundern aber irgendwie fand ich das dann doch wieder doof und hab es gelassen. Whatever, ich mach mal einfach hiermit weiter.
Bis jetzt finde ich es hier sehr cool und auf jeden Fall anders als in Deutschland. Zum einen ist es ungewohnt in so einer großen Stadt (um die 13 Millionen Einwohner!!) zu wohnen. Ich meine wir kommen jetzt nicht aus irgendeinem Kaff aber so zentral leben wir auch nicht. Man muss nur einen oder zwei Blöcke (je ca. 100 Meter) laufen und man trifft schon auf diverse Cafés, Restaurants und Geschäfte. Meiner Meinung nach ist das sehr cool und so fühle ich mich auch wenn ich durch die Straßen laufe. Es gibt aber natürlich auch Nachteile, wie dieser verdammter Bohrer diesen SAMSTAG UM SIEBEN UHR MORGENS DER NICHT AUFHÖREN WOLLTE UND DIE GANZE NACHBARSCHAFT AUFGEWECKT HAT. Und nein, ich bin kein Morgenmensch.
Die Menschen hier sind alle mega offen und nett. Ich finde es auch schön, dass man sich hier zur Begrüßung immer ein Küsschen auf die Wange gibt. So erspart man sich das peinliche „sollen wir uns die Hände schütteln oder doch einfach nur ‚Hallo‘ sagen“. Am ersten Tag war es halt nur erstmal ein kleiner Schock, dass Fremde einem plötzlich so auf die Pelle rücken.
Vor ein paar Tagen hatten wir auch unseren ersten Schultag. Obwohl man es nicht wirklich Schultag nennen kann, so wenig wie wir hier machen müssen. Mittwochs machen wir immer ,mit den anderen Deutschen Austauschschülern die zurzeit hier sind, einen Ausflug in Buenos Aires (wie nach Tigre). In den Stunden dürfen wir meistens Musik hören und nach der Mittagspause „arbeiten“ wir zusammen an einem Projekt für die Schule. Also machen wir nichts.
Es gibt aber auch Sachen, die für mich nicht ganz so toll sind. Wie zum Beispiel, dass ich nicht alleine rausgehen kann um zu einer Freundin zu fahren. Da Buenos Aires eine relativ gefährliche und große Stadt ist soll ich mich immer mit meiner Austauschülerin bewegen und soll auch nicht auf der Straße immer mein Handy oder meine Kamera rausholen. Natürlich kann ich das verstehen, weil so ziemlich jeder hier schon ausgeraubt und bedroht wurde. Trotzdem beschränkt das irgendwie meine Selbstständigkeit.
Mit der Kommunikation funktioniert alles eigentlich ganz gut. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass alle mit mir Deutsch reden und ich so antwortete. Viel zu oft sage ich Sachen auf Deutsch die ich genauso gut auf Spanisch hätte sagen können. Dass die hier alles so komisch aussprechen, hilft der Sache jetzt aber auch nicht unbedingt weiter.  Im Unterricht haben wir zum Beispiel gelernt, dass man „Yo“ (Ich) auch wie „Yo“ ausspricht. Hier aber sagt man „Scho“. Oder es wird das „G“ verschluckt und das „S“ gelispelt. Also anstatt von „Te gusta“ (Du magst) heißt es dann „Te uthta“, mit einem „TH“ ähnlichem Laut wie aus dem Englischen. Hoffentlich lerne ich zumindest noch ein bisschen Spanisch, sonst kriege ich Ärger von meiner Mutter (Hi Mamschke, wenn du das liest).
Hier möchte ich kurz noch etwas einfügen, was mich am Anfang total verwirrt hat. Und zwar sind die Toiletten Spülungen, also die Knöpfe mit denen man die betätigt, ganz anders als in Deutschland und total versteckt. Oft sind es einfach so kleine Hebel die man in irgendeine Richtung drücken muss. Wo die bloß immer sind? Haha! Viel Spaß beim suchen. Am ersten Tag musste ich sogar meine Gastschwester um Hilfe bitten. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm und die einzige, die das Problem hat.
Das wars erstmal von mir und meinen ersten Eindrücken. Ich hänge noch ein paar Bilder an, die ich in den letzten Tagen so geschossen habe.


¡Adiós amigos!
Alex

Wunderschöner Park in Palermo

Irgendein Platz auch in Palermo




2 Kommentare:

  1. Interesant das mit der Aussprache). Wir haben auch anders gelernt und erst als wir nach Deutschland kamen, da haben wir entdeckt, dass "R" einfach ungesprochen bleibt, und "ng" - ein komische laut darstellt.

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  2. Aleex :B haha ja frau mönning war ja auvh scheiße, klar dassdie uns das falsch beigebracht hat:D

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